In der Bauindustrie kommt es häufig zu gefährlichen Situationen. Dazu zählen unter anderem körperliche Gefahren für die Mitarbeiter durch in Bewegung befindliche Maschinen, Arbeiten in der Höhe und ein sich ständig verändernder Arbeitsort. Eine weitere, weniger bekannte Gefahr im Bauwesen ist die Umweltverschmutzung, die sich negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter, der Baustellenbesucher und der Anwohner auswirkt.
In den folgenden Abschnitten werden die wichtigsten Gesundheits- und Sicherheitsaspekte auf und im Umfeld von Baustellen behandelt.
Bei Bauprojekten müssen Mitarbeiter in der Höhe arbeiten. Diese Höhen reichen von einstöckigen Gerüsten bis hin zu Arbeitsplattformen auf Wolkenkratzern, die alle potenziell gefährlich sind. Eine angemessene Schulung und der Einsatz von Absturzsicherungsausrüstung sind unerlässlich, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Das Herabfallen von Gegenständen sollte durch den Einsatz von Hilfsmitteln wie Sicherheitsleinen, gesicherte Werkzeuge, Schutzmatten gegen herabfallende Gegenstände und Auffangwannen verhindert werden. Dazu können auch Elemente wie Geländer, selbstschließende Tore und Kabelschutzvorrichtungen sowie sekundäre Rückhaltesysteme wie Sicherheitsnetze gehören.
Auf Baustellen kommen verschiedene Arten von Großmaschinen zum Einsatz, wie beispielsweise Kräne, Transportbetonwagen, Traktoren und Baggerlader. Diese bewegen sich auf der Baustelle und können jede Person, die ihnen im Weg steht, tödlich verletzen. Auch das Baumaterial wird so lange transportiert, bis es an seinem endgültigen Bestimmungsort platziert wird, was das Risiko zusätzlich erhöht. Wenn die Mitarbeiter nicht ausreichend geschult sind und sich dieser Gefahren nicht bewusst sind, können sie schnell in den Weg geraten und schwere Verletzungen erleiden.
Zu den Baumaterialien zählen Sand, Steine, Kies, Zement und Wasser. Wenn ein Mitarbeiter nicht vorsichtig ist, kann er auf diesen Materialien leicht ausrutschen und stürzen. Auch Markierungslinien und Bewehrungsstahl sind auf den meisten Baustellen reichlich vorhanden, was die Gefahr zusätzlich erhöht. Um diese Gefahr zu mindern, sollten lose Materialien auf bestimmte Bereiche der Baustelle beschränkt und verschüttete Materialien sofort beseitigt werden.
Baumaschinen sind laut – daran wird sich in absehbarer Zeit wohl nichts ändern. Aus diesem Grund sollte auf der Baustelle ein Gehörschutz getragen werden. Andernfalls könnte es bei Mitarbeitern und Besuchern zu einem dauerhaften Hörverlust kommen.
Dieses Syndrom betrifft Mitarbeiter und Auftragnehmer, die handgeführte Vibrationsgeräte bedienen. Der längere Einsatz dieser vibrierenden Geräte kann zu Schäden an den Nerven und Muskeln in den Händen und Armen führen. Da es sich hierbei oft um das praktischste Werkzeug zur Verdichtung von Beton handelt, muss das Personal eine angemessene Schulung hinsichtlich der Verwendung und der damit verbundenen Risiken erhalten. Mitarbeitern und Auftragnehmern sollte es nicht gestattet sein, diese Geräte über längere Zeiträume hinweg zu benutzen.
Baumaterialien und -geräte sind schwer, sodass Mitarbeiter und Auftragnehmer diese oft manuell tragen oder von einem Ort zum anderen bewegen müssen. Für Mitarbeiter und Auftragnehmer besteht die Gefahr von Rückenverletzungen. Eine angemessene Schulung zum manuellen Heben und zu sicheren Arbeitspraktiken ist unerlässlich, um Rückenverletzungen zu vermeiden. Außerdem besteht für Mitarbeiter und Auftragnehmer die Gefahr, dass ihre Hände oder Füße unter schweren Geräten eingeklemmt werden – achten Sie darauf, dass diese Risiken durch die Gestaltung der Arbeitsumgebung vermieden werden und dass auf der Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz geeignete persönliche Schutzausrüstung bereitgestellt wird.
Auf einer Baustelle gibt es eine Vielzahl von Risiken, darunter: Arbeiten in der Höhe, sich bewegende Gegenstände, Ausrutschen, Stolpern und Stürze, Lärm sowie Risiken für die Atemwege und die Umwelt. Durch sorgfältige Planung, Schulungen und wirksame Präventionsmaßnahmen lassen sich die meisten dieser Risiken beseitigen oder zumindest auf ein akzeptables Maß reduzieren.
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